“Topik des Imaginären” ist eine animierte Installation, bei der Zeichnungen auf transluszentem Papier und Folie durch gesteuertes Licht choreographisch inszeniert werden. Es entsteht ein Spiel zwischen Licht und Schatten, bei dem die einzelnen Zeichnungen jenseits ihrer eigenen Präsenz und Räumlichkeit durch die Interaktion mit den anderen Zeichnungen wechselnde Räume generieren.
Linienkonstrukte, die Nadja Milenkovic in Form von CAD-Zeichnungen am Computer erstellt und zeichnerisch überträgt, weben sich in assoziative Landschaften, neue Räume konstituieren sich auf Papier und Folie.Es entstehen bildliche Raumkonstruktionen, die künstliche Interventionen in Naturräume untersuchen. Dabei geht es inhaltlich immer um die individuelle Verortung in gesellschaftlichen Räumen.
Sebastian Seitz inszeniert, durch die Choreographie des Lichtes, die gezeichneten Raumfragmente, ähnlich wie im Film, es entstehen, losgelöst von der reinen Zeichnung, belebte Räume mit einer Dramaturgie: langsamer Spannungsaufbau – schneller Schlagabtausch – zurück, minimale Modulation etc.. Der Raum wird thematisiert in seiner Flüchtigkeit, je nach dem in welchem Licht man ihn betrachtet.
Nadja Milenkovic, Sebastian Seitz 2009
NACHTUNDNEBEL / 6.Novemeber 2010 / 18 – 24 Uhr / Reuterstrasse 47. / Berlin, Neukölln
