Der offene, zu bildende, flüchtige Raum ist zugleich Thema und Plattform des „Instituts“, dass keine Institution ist, sondern sich über die Beteiligung einzelner Akteure konstituiert – von der Basis ausgehend, nicht autoritär oder elitär.
Es schafft den Raum, über Raum zu forschen. Es untersucht kulturelle Bedingungen auf der Schnittstelle zwischen den Disziplinen, agiert auf den Ebenen von Wissenschaft und Kunst. Langfristiges Ziel des „Institutes“ ist es, Aktionen zu ermöglichen, die Kunst und Wissenschaft zu diesem Thema miteinander vernetzten und bereichern. Dies soll in Form von Vorträgen, Ausstellung und gemeinsamen Publikationen umgesetzt werden.
Raum wird hier begriffen als eine gesellschaftliche Dimension im Sinne eines psychischen (mental mapping), physischen und diskursiven kulturellen Raums. Er ist das Koordinatensystem für Positionierung, für Aktion, für unser Leben. Die Verortung in ein Gefüge, in einen überschaubaren Raum, ist Basis für Orientierung und zielgerichtete Bewegung.
Raum kann als ein Ort verstanden werden, der definiert werden muss. Der Ort ist die Ordnung, nach der Elemente in Koexistenzbeziehungen aufgeteilt sind. Er ist damit eine statische Größe, der Raum ist die zeitliche, kulturelle Dimension, die den Ort definiert. Demnach hat jede Kultur ihren eigenen Raum, den sie für sich bestimmt, erschließt und wahrnimmt.
Die Zeit, die vergeht, manifestiert sich in Erinnerungen, Erinnerungen generieren Geschichte, die als Bestandteil jeder kulturellen Identität lebt und prägt. Kulturelle Identitätsbildung erfährt eine neue Herausforderung, wenn der kulturelle Raum nicht mehr regional abgrenzbar ist.

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